Diskussion: Die Identitäre Bewegung als Akteur der „Neuen Rechten“

23. Mai 2017
18:00 Uhr
Angermünde, Rathaus
Markt 24, 16278 Angermünde
Mai

Die radikale Rechte jenseits der NPD hat sich in den letzten Jahren neu aufgestellt. Angestrebt wird eine Modernisierung des rechten Lagers ─ weg von der Orientierung am Nationalsozialismus hin zu  einem zeitgemäßeren völkischen Nationalismus. Gemeinsames Feindbild und Kampagnenthema sind Zuwanderer, die Deutschland und Europa gefährden würden; überwunden werden sollen jedoch auch Liberalismus, Universalismus und Gleichheitsprinzip. Dabei nutzen die „Neuen Rechten“ linke Aktionsformen, machen mit dem geschickten Einsatz von sozialen Medien, provokanten und spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam.

Christoph Schulze und Vera Henßler diskutieren über die Entwicklung der „Neuen Rechten“, mit einem besonderen Fokus auf die „Identitäre Bewegung“ und das Land Brandenburg. Wer sind die Akteure? Wie sind sie vernetzt und wofür stehen sie? Was sind ihre Strategien und Ziele und wie kann man ihnen entgegentreten?
 
Christoph Schulze hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie an der FU Berlin studiert. Seit 2016 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelsohn Zentrums in Potsdam. Sein Buch „Etikettenschwindel – Die Autonomen Nationalisten zwischen Pop und Antimoderne“ ist dieses Jahr erschienen.
 
Vera Henßler ist Mitarbeiterin im Berliner Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum e.V. (apabiz), das seit 1991 über die extreme Rechte informiert.
 
Veranstaltet von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Angermünder Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde.

Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung wird gebeten unter anmeldung@boell-brandenburg.de.