Diskussion: Angst ums Abendland

30. Mai 2017
20:00 Uhr
Biesenthal, Kultur im Bahnhof e.V. (KiB)
Bahnhofsplatz 1, 16359 Biesenthal
Mai

Seit viele der nach Europa geflüchteten Menschen aus muslimisch geprägten Ländern kommen, verschärft sich der antimuslimische Diskurs in Deutschland. Dabei sind die Debatten oft von Unwissen und Klischees geprägt. Rechtspopulistische Parteien wie die „Alternative für Deutschland“ und Bewegungen wie PEGIDA nutzen die Abneigung gegenüber dem Islam als Treibstoff. Aber Vorurteile gegenüber Muslim_innen und ihrer Religion sind in allen Schichten und über alle politischen Lager hinweg verbreitet – in ganz Europa.

Der Journalist Daniel Bax zeigt mit seinem Buch "Angst ums Abendland", wie die übersteigerte Angst vor Muslim_innen rechtspopulistische Strömungen und totalitäre Denkweisen stärkt. Wie kann rationale Religionskritik vom Ressentiment unterschieden werden? Welche Stereotype und Vorurteile bestimmen die Debatte gegenüber Muslim_innen? Wie kann der Islam Teil einer demokratischen Einwanderungsgesellschaft sein?

Daniel Bax, ist Redakteur im Inlandsressort der tageszeitung und schreibt dort vor allem zu den Themen Migration, Integration und Islam. Er hat Publizistik und Islamwissenschaft studiert und gehört seit 2014 dem Vorstand des Vereins "Neue Deutsche Medienmacher" an, der sich für mehr Vielfalt in den deutschen Medien einsetzt. 2015 ist sein erstes Buch "Angst ums Abendland. Warum wir uns nicht vor Muslimen, sondern vor den Islamfeinden fürchten sollten" erschienen.

Der Eintritt ist frei, zu Planungszwecken wird um eine Anmeldung unter anmeldung@boell-brandenburg.de gebeten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg mit Kultur im Bahnhof e.V. Biesenthal statt.